Glasschiebetür & Glastür: Größe richtig messen

Ob eine Glasschiebetür oder Glastür am Ende passt, entscheidet sich beim Messen, nicht beim Bestellen. Diese Anleitung zeigt, welche Maße wirklich zählen und wie du sie an deiner Wandöffnung oder Zarge nimmst.

Was bedeuten Türmaß, Lichte Breite und Zargenmaß?

Auf jeder Produktseite stehen unterschiedliche Maßangaben, die leicht zu verwechseln sind:

  • Türmaß (B x H): die Außenmaße der Tür selbst, also Breite und Höhe der Glasscheibe.
  • Lichte Breite / Lichte Höhe (bei Glasschiebetüren): der Bereich der Wandöffnung, in den die Tür maximal hineinpasst. Diese Spanne ist bei jeder Größe als Bereich angegeben (z. B. 476–600 mm), weil eine Schiebetür die Öffnung überdeckt, statt exakt hineinzupassen.
  • Zargenmaß (bei Glastüren): die Größe der Zarge (des Türrahmens), in die die Tür eingehängt wird. Hier ist ein festes Maß statt einer Spanne angegeben, weil die Tür direkt in die Zarge eingepasst wird.

Kurz gesagt: Bei der Glasschiebetür misst du die Wandöffnung, bei der Glastür die Zargenöffnung.

So misst du die Wandöffnung für eine Glasschiebetür

Miss die Breite der Wandöffnung an mindestens drei Stellen: oben, mittig und unten. Wände sind selten exakt gerade, besonders in Altbauten. Nimm für den Vergleich mit der Lichten Breite die kleinste gemessene Stelle, damit die Tür in jedem Fall passt.

Für die Höhe gilt dasselbe Prinzip: an mehreren Stellen messen und den kleinsten Wert für den Abgleich verwenden. Denk zusätzlich an die Wandfläche neben der Öffnung: Die Schiebetür läuft seitlich an der Wand entlang, dafür braucht sie ungefähr so viel freie Wandfläche, wie die Tür breit ist.

So misst du die Zargenöffnung für eine Glastür

Bei einer Glastür zählt die Zargenöffnung, nicht die Wandöffnung. Wird eine bestehende Zarge weiterverwendet, miss deren lichte Maße direkt aus. Wird neu gebaut oder die Zarge mitbestellt, orientierst du dich am angegebenen Zargenmaß der jeweiligen Größe. Zusätzlich brauchst du Platz für den Öffnungsradius des Türflügels und musst festlegen, ob die Tür DIN-links oder DIN-rechts öffnen soll.

Welche Standardgrößen gibt es?

Glasschiebetüren sind in vier Breiten erhältlich (650, 775, 900 und 1025 mm) und zwei Höhen (2050 mm für Standard-Deckenhöhe, 2175 mm für höhere Räume). Glastüren gibt es in vier Zargenbreiten (584, 709, 834 und 959 mm) und zwei Höhen (1972 mm Standard, 2097 mm erhöht). 834 mm entspricht dabei der in Deutschland üblichen Standard-Zimmertürbreite.

Die passende Breite hängt vom Einsatzort ab: schmale Größen eignen sich für Abstellräume, Speisekammern oder enge Flure, die breiteste Größe funktioniert gut als Raumtrenner zwischen größeren Bereichen. Die vollständige Übersicht mit allen Maßen findest du bei den Glasschiebetüren und Glastüren.

Passt keine Standardgröße?

Wenn deine gemessene Öffnung zwischen zwei Standardgrößen liegt oder deutlich davon abweicht, gibt es für mehrere Designs eine Sondermaß-Option. Die Anfertigung nach individuellem Maß läuft über den Hersteller Hansaglas.

Unsicher, welches Design zu deinem Raum passt? Der Glasarten-Vergleich zeigt alle Muster und Sichtschutz-Stufen im Überblick.

Wie läuft die Montage ab?

Die Glasschiebetür wird komplett mit Laufschiene, Beschlägen und SoftClose-Dämpfung geliefert. Die Schiene wird oberhalb der Wandöffnung montiert, die Tür hängt darin und gleitet seitlich weg, ganz ohne Bodenschiene oder Schwenkbereich.

Die Glastür wird klassisch in die Zarge eingehängt, wie eine gewöhnliche Zimmertür, wahlweise DIN-links oder DIN-rechts. Für genaue Montageschritte zu deinem konkreten Modell hilft das Hansaglas-Serviceteam weiter.